Die Heringslaichsaison lockt zahlreiche Kegelrobben und Eisenten in den Greifswalder Bodden

 

Jedes Jahr aufs Neue im Spätwinter und zeitigen Frühjahr wandert der Großteil der Heringe aus der westlichen Ostsee in den Greifswalder Bodden zum Ablaichen. Bei einer Wassertemperatur ab 7-9°C beginnt der Hering mit dem Laichen, sodass meist um die Monatswende März/April mit dem Laichhöhepunkt zu rechnen ist.

Im Gefolge der großen Fischmassen finden sich auch verschiedene Nutznießer im Bodden ein, darunter zahlreiche Kegelrobben, die sich vor allem im Bereich der Greifswalder Oie, auf dem Stubber und bei der Insel Ruden aufhalten und bevorzugt die ausgewachsenen Heringe fressen. Noch viel beeindruckender sind die Massen an Eisenten, die gerade zu tausenden im Greifswalder Bodden Zwischenrast machen und sich dabei vor allem vom frisch abgelegten Heringslaich ernähren. Bei günstigen Winden sind teilweise tausende Eisenten recht ufernah zu beobachten, während im östlichen Greifswalder Bodden im Bereich der Boddenrandschwelle mit etwas Glück sogar zehntausende Vögel auf einmal zu beobachten sind. Bereits aus weiter Ferne sind auf dem Bodden ihre charakteristischen „gau-gau-gauloik“-Rufe zu vernehmen, die der Ente auch ihren volkstümlichen englischen Namen „Oldsquaw“ einbrachten.

                    Bilder: Jürgen Steudtner