Neues Küstenüberflutungsgebiet im ehemaligen Polder Drammendorf im Südwesten der Insel Rügen

 

Bereits am 26. November wurde mit der Öffnung eines ehemals verfüllten Priels der Polder Drammendorf wieder mit dynamischen und natürlichen Wasserverhältnissen an den Kubitzer Bodden angeschlossen. Der Polder war historisch eine Ausbuchtung des Kubitzer Boddens und wurde 1962 durch Verschluss des Hauptprieles und einen hunderte Meter langen Deich vom Bodden abgetrennt, um das Gebiet stärker landwirtschaftlich nutzbar zu machen. Nach Jahrzehnten intensiver Grünlandnutzung, in dessen Gefolge auch die aus Moorböden bestehenden Polderbereiche immer tiefer sackten, wurde jetzt im Rahmen des vom Bundesamt für Naturschutz geförderten Projektes Schatz an der Küste der Polder renaturiert. Ziel ist neben der Schaffung von Überflutungsräumen mit natürlicher Wasserdynamik die Wiederherstellung von Flachwassergebieten und Salzwiesen mittels extensiver Beweidung. Für die Umsetzung des Projektes sind dabei der WWF (Ostseebüro Stralsund) und die Ostseestiftung verantwortlich.

 

Bereits kurz nach der Flutung haben die Wasservögel das neu entstandene Gebiet entdeckt und rasten bereits zu tausenden im Gebiet. Vor allem tausende Pfeif- und Stockenten, hunderte Möwen sowie Dutzende Brachvögel und Kiebitze nutzen das frisch geflutete Gebiet zur Nahrungssuche.