Erste besenderte Waldsaatgänse bereits auf dem Heimzug nach Osteuropa

 

 

Offenbar ist der bisherige Winter 2018/19 derart mild, dass zahlreiche Vogelarten bereits wieder aus den Winterquartieren zurückkehren (z.B. Kraniche und Graugänse) oder sich sogar auf den Heimzug in Richtung der östlich gelegenen Brutgebiete begeben. Völlig überraschend zogen gleich zwei der besenderten Waldsaatgänse zum Jahreswechsel ostwärts. Während ein Vogel vom Nationalpark Unteres Odertal aus etwa 200 km nach Osten abzog und jetzt in der Nähe von Bydgoszcz rastet, zog ein weiterer Vogel vom Oderhaff noch weiter nach Osten. Nach einem kurzen Zwischenstopp in der Nähe der Weichsel-Mündung bei Elblag in Polen zog die Gans nochmals weiter über Kaliningrad/Russland hinweg nach Osten und landete in einem Feuchtgebiet bei Rukai nahe des Flusses Memel im Westen von Litauen. Innerhalb weniger Tage zog der Vogel damit über 500 km nach Ostnordost. Dies ist mit Abstand der zeitigste und schnellste bislang dokumentierte Heimzug von in Nordostdeutschland überwinternden Waldsaatgänsen!

Das Waldsaatgansprojekt unseres Vereins ist ein internationales Kooperationsprojekt mit Partnern aus China (Research Center for Eco-Environmental Sciences/Chinesische Akademie der Wissenschaften), Russland (A.N.Severtsov Institute of Ecology and Evolution, Russische Akademie der Wissenschaften), Deutschland (Max-Planck-Institut für Ornithologie, Nationalparkamt Unteres Odertal) und Dänemark (Aarhus Universität).

Das Projekt wird durch eine Förderung des Naturschutzfonds Brandenburg aus Mitteln der Lotterie Glücksspirale, durch Mittel des Nationalparkamtes sowie durch eine großzügige Spende der Firma GASCADE finanziell unterstützt.

 

Wir danken allen Teilnehmern und Helfern des Gänsefangprojektes, den Projektpartnern und den Sponsoren des Projektes für ihre großartige Unterstützung.