Die ersten besenderten Saatgänse sind zurück in Deutschland

 

Mitte Oktober war es endlich soweit. Zwei der im letzten Herbst im Nationalpark Unteres Odertal besenderten Waldsaatgänse sind nach Deutschland zurückgekehrt. Damit konnte erstmals der komplette Jahreszyklus von in Deutschland überwinternden Waldsaatgänsen nachvollzogen werden. Das Brutgebiet der beiden Gänse, die miteinander verpaart sind, konnte mittels der Senderdaten auf ein Moorgebiet in der Taiga im Bereich des Polarural lokalisiert werden. Beide Vögel brüteten nicht erfolgreich, sodass sie im Juli eine Mauserwanderung unternahmen, um im Westteil der Halbinsel Taimyr ihr Großgefieder zu mausern. Während auf dem Frühjahrszug eine Zugroute über Südrussland genutzt wurde, erfolgte der Herbstzug zurück nach Deutschland auf deutlich kürzerem Weg über Nordrussland. Dabei benötigten die beiden Gänse gerade einmal etwa 2 Tage, um aus Russland nach Mitteleuropa zurückzukehren. Nach kurzen Stopps in Vorpommern bei Greifswald und Demmin halten sich beide Vögel aktuell in Mecklenburg in der Nähe von Schwerin auf.

 

Ebenfalls seit Mitte Oktober ist auch eine der besenderten Tundrasaatgänse zurück in Deutschland. Dieser Vogel kehrte sogar fast an den Ort zurück, wo er beringt und besendert wurde. Gegenwärtig rastet der Vogel bei Angermünde in der Uckermark/Brandenburg.