Tausende Singschwäne und über hundert Zwergschwäne überwintern in Vorpommern

 

Mitte Januar 2020 fand eine europaweite Zählung von überwinternden Sing- und Zwergschwänen statt. Diese Zählungen finden aller 5 Jahre statt und dienen der Ermittlung der Bestandsgrößen und der Bestandstrends der beiden vor allem in Mittel- und Westeuropa überwinternden Schwanenarten. Während im ostdeutschen Binnenland aufgrund des bislang sehr milden Winters nur unterdurchschnittliche Überwinterungsbestände von Singschwänen anwesend sind, konnten in Vorpommern mehrere tausend Singschwäne sowie über hundert überwinternde Zwergschwäne erfasst werden. Besondere hohe Rastbestände von Singschwänen wurden auf der Insel Rügen, im Recknitztal und am Galenbecker See ermittelt. Der einzige große Überwinterungstrupp von über hundert Zwergschwänen wurde im Umfeld des Recknitztales bei Semlow entdeckt.

Die überwinternden Singschwäne sind tagsüber vorrangig auf Feldflächen im Umfeld der Schlafplätze anzutreffen, wo sie neben Feldern mit Raps und Wintergetreide gezielt auch noch vorhandene Mais- und Rübenstoppelflächen zur Nahrungssuche aufsuchen.

 

Anhand markierter Vögel konnte bei den Singschwänen eine Herkunft aus dem Baltikum ermittelt werden. Der überwiegende Teil der in Vorpommern überwinternden Schwäne dürfte allerdings aus Russland stammen. Einer der am Galenbecker See entdeckten Zwergschwäne trug ein weißes Halsband und wurde in der nordrussischen Tundra beringt.