Ökokonto Fischlandwiesen bei Wustrow


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Pflanzen

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Jahreszeiten


Landkreis:

Vorpommern-Rügen

 

Größe:

220 ha

 

Schutzstatus:

Die Fischlandwiesen Wustrow wurden im Zuge der Umsetzung eines Ökokontos durch Ausdeichung des zuvor gepolderten Gebietes im Frühjahr 2017 wiedervernässt. Das Gebiet liegt bisher nicht in der Natura2000-Kulisse des Landes Mecklenburg-Vorpommern und ist auch bislang nicht als Naturschutzgebiet gesichert. Neben der dinglichen Sicherung des Ökokontos ist das Gebiet Bestandteil des Landschaftsschutzgebietes „Boddenlandschaft“.

 

Schutzziel:

Ziel der Ökokontomaßnahme ist die Wiederherstellung von ehemaligen Küstenüberflutungslebensräumen durch vollständigen Rückbau des ehemals vorhandenen Boddendeichs, sodass die Flächen bei höheren Wasserständen im östlich angrenzenden Saaler Bodden regelmäßig überflutet werden. Durch eine gleichzeitige extensive Grünlandnutzung mittels Rinderbeweidung soll zudem die Wiederherstellung von Salzwiesen als Lebensraum für Küstenvögel und Pflanzenarten oligohaliner Salzwiesen unterstützt werden.

 

Lage:

Die Renaturierungsflächen liegen im nördlichen Teil des Fischlandes, einer Landbrücke an der südlichen Ostseeküste am Ostrand der Mecklenburger Bucht und sind Teil der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Nächstgelegene Ortschaften sind Wustrow im Norden und Dierhagen im Süden.

 

Tierwelt:

Bereits kurze Zeit nach der Ausdeichung hat sich das Gebiet zu einem überregional bedeutsamen Durchzugs- und Rastgebiet für Wasser- und Watvögel sowie Kraniche entwickelt. Vor allem während der Zugzeiten rasten hier mittlerweile tausende Watvögel (darunter Wasserläufer, Strandläufer, Regenpfeifer, Kiebitze, Bekassine), Enten (v.a. Krickente, Pfeifente, Stockente) und Gänse (v.a. Graugans, Weißwangengans, Blässgans). Seit dem Herbst 2017 Jahren nutzen auch hunderte Kraniche und tausende Gänse die flach überfluteten Fischlandwiesen als Schlafplatz.

 

Pflanzenwelt:

 

Von der ursprünglichen Salzwiesen-Vegetation sind nur kleine Reste in den ungenutzten ehemaligen Deichvorländern, die vorwiegend von Brackwasser-Röhrichten bestanden sind, erhalten geblieben. Die Fischlandwiesen selbst wurden seit ihr Eindeichung und Melioration in den 1960er Jahren als Intensivgrünland genutzt, sodass eine Etablierung von typischer Salzwiesenvegetation noch einige Jahre dauern dürfte.