Gothensee und Thurbruch


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Landkreis:

Vorpommern-Greifswald

 

Größe:

805 ha, davon etwa 540 ha Wasserfläche

 

Schutzstatus:

Naturschutzgebiet (seit 1958), Teil des FFH-Gebietes „Ostusedomer Hügelland“ und Teil des Landschaftsschutzgebietes „Insel Usedom mit Festlandgürtel“. Das NSG ist zugleich Bestandteil des 1999 gegründeten Naturparks „Insel Usedom“.

 

Schutzzweck:

Erhalt und Entwicklung eines heute eutrophen Flachsees mit angrenzenden Moorbereichen als Fortpflanzungs- und Nahrungshabitat seltener Insekten, Vögel und Säuger. Wiedervernässung eines Regenmoores.

 

Lage:

Das Gebiet liegt im Südteil der Insel Usedom südlich der Seebäder Bansin und Heringsdorf. Das Gebiet wird durch den fast fünfeinhalb km² großen Gothensee, den größten Binnensee auf der Insel Usedom geprägt. Im Südteil des Gebietes sind kleine Teile des Thurbruchs, eines ehemaligen großen Durchströmungsmoores mit aufgewachsener Regenmoorkalotte südlich des Gothensees, in das Naturschutzgebiet integriert.

 

Tierwelt:

Berühmt war das Naturschutzgebiet durch seinen großen Reichtum an Makrolepidopteren, von denen bislang knapp 400 Arten nachgewiesen werden konnten. Durch die fortwährende Entwässerung des Thurbruchs und der Regenmoorbereiche hat dieser Falter-Reichtum aber dramatisch abgenommen und viele seltene, v.a. Moore besiedelnde Arten sind dauerhaft verschwunden. Das Gebiet weist aber bis heute eine vielfältige Wirbeltierfauna auf. Aus der Gruppe der Amphibien und Reptilien wurden u.a. Kreuzotter, Ringelnatter, Blindschleiche, Erd- und Kreuzkröte sowie Teichmolch nachgewiesen. Das NSG beherbergt zudem Brutvorkommen verschiedener Wasservogelarten (u.a. Kranich, Rohrdommel, Graugans, Höckerschwan sowie verschiedene Lappentaucher) sowie von Greifvögeln (Seeadler, Rohrweihe). Das Gebiet wird zudem von Biber und Fischotter besiedelt.

 

Pflanzenwelt:

Floristisch sind insbesondere die verbliebenen naturnahen Moorbereiche von besonderer Bedeutung. Das ehemalige Regenmoor ist mittlerweile weitgehend von einem Astmoos-Moorkiefernwald bestanden. Aufgrund von Entwässerung ist die torfbildende Vegetation weitgehend verschwunden. An Restvorkommen moortypischen Pflanzenarten sind Gagelstrauch, Sumpfporst, Heidekraut, Glockenheide und Lungen-Enzian besonders hervorzuheben.