Großer Wotig


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Landkreis:

Vorpommern-Greifswald

 

Größe:

212 ha, davon etwa 60 ha Wasserfläche

 

Schutzstatus:

Naturschutzgebiet (seit 1990), Teil des FFH-Gebietes „Peeneunterlauf, Peenestrom, Achterwasser und Kleines Haff“, Teil des EU-Vogelschutzgebietes „Peenestrom und Achterwasser“, die Landflächen sind zudem Teil des Landschaftsschutzgebietes „Insel Usedom mit Festlandgürtel“. Das NSG ist zugleich Bestandteil des 1999 gegründeten Naturparks „Insel Usedom“.

 

Schutzzweck:

Erhalt, Pflege und Entwicklung der im Peenestrom liegenden Insel Großer Wotig als Überflutungsgrasland unter Einschluss von Flachwasserbereichen und eines Festlandstreifens mit Überflutungs- und Quellmoorstandorten sowie von artenreichen Gehölzbeständen auf einem litorinazeitlichen Kliff.

 

Lage:

Das NSG liegt auf der Westseite des Peenestroms etwa 6 km nördlich der Stadt Wolgast. Westlich und südlich des NSG grenzen die Ortschaften Kröslin bzw. Hollendorf an. Wesentlicher Bestandteil des Naturschutzgebietes ist die Insel Wotig, die von marinen Schlicken und ausgedehnten Salzwiesen geprägt wird. Neben Wasserflächen des Peenestroms, der Alten Peene und Teilen des Krösliner Sees gehören auf der Festlandsseite zum NSG auch Küstenüberflutungsmoore, kleinere Quellmoorbereiche und ein größtenteils bewachsenes litorinazeitliches Kliff.

 

Tierwelt:

Die Insel Großer Wotig gehörte noch bis Anfang der 2000er Jahre zu den wichtigen Küstenvogelbrutgebieten in M-V und beherbergte noch bis dato noch einen kleinen Brutbestand der in M-V vom Aussterben bedrohten Unterart schinzii des Alpenstrandläufers. Vor allem durch übermäßige Prädation der Vogelbruten ist aktuell die Bedeutung des NSG als Küstenvogelbrutgebiet trotz großflächig vorhandener günstiger Bruthabitate (Salzwiesen) weitgehend verloren gegangen. Gegenwärtig überwiegt die Bedeutung als Rast- und Überwinterungsgebiet für zahlreiche Wasser- und Watvögel, darunter tausende Kiebitze, Goldregenpfeifer, Pfeifenten, Grau-, Bläss- und Weißwangengänse.

 

Pflanzenwelt:

Der Große Wotig ist neben dem Struck eines der letzten größeren Salzgrasländer im Bereich des Peenestroms. In den genutzen Bereichen dominieren Salz- und Flutrasengesellschaften u.a. mit Weißem Straußgras, Salzschwaden, Strand- und Sumpf-Dreizack und Knick-Fuchsschwanz. In den wenig oder nicht genutzten Bereichen finden sich Schilf- und Brackwasserröhrichte mit Strand-Aster, Gemeiner Strandbinse und dem seltenen Salz-Fuchsschwanz. Die Röten werden von Queller und Brackwasser-Hahnenfuß besiedelt. Nur noch kleinflächig finden sich im Bereich des Kliffs Magerrasen mit Vorkommen von Ruchgras, Berg-Sandglöckchen und Rotem Straußgras.