Kleiner Krebssee


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Landkreis:

Vorpommern-Greifswald

 

Größe:

46 ha, davon etwa 26 ha Wasserfläche

 

Schutzstatus:

Naturschutzgebiet (seit 1996), Teil des FFH-Gebietes „Ostusedomer Hügelland“ und Teil des Landschaftsschutzgebietes „Insel Usedom mit Festlandgürtel“. Das NSG ist zugleich Bestandteil des 1999 gegründeten Naturparks „Insel Usedom“.

 

Schutzzweck:

Schutz, Erhalt und Entwicklung eines der landschaftlich schönsten Ausschnitte der zentralusedomer Endmoränenlandschaft.

 

Lage:

Der Kleine Krebssee liegt etwa 1,5 km südwestlich des Seebades Bansin in einem von mehreren Seen und starkem Relief geprägten Ausschnitt des Usedomer Hügellandes. Im Nordosten grenzt die Ortschaft Neu Sallenthin unmittelbar an das NSG an. Das Gebiet wird durch den Kleinen Krebssee geprägt, der ursprünglich einen oligotroph-sauren Klarwassersee darstellte und sich durch übermäßige Nährstoffeinträge in ein eutrophes Gewässer umgewandelt hat.

 

Tierwelt:

Das Gebiet beherbergt verschiedene Amphibien- und Reptilienarten, darunter Rotbauchunke, Grasfrosch, Erdkröte und Ringelnatter. In der Röhrichtzone des Krebssees siedeln verschiedene Wasservogelarten, darunter Höckerschwan, Hauben- und Zwergtaucher sowie die Krickente. Im NSG wurden zudem Habicht, Rotmilan und Karmingimpel als Brutvögel nachgewiesen. Der ursprünglich im See lebende Europäische Flusskrebs fiel bereits in den 1930er Jahren der Krebspest zum Opfer. Aktuell leben im See durch Aussetzung angesiedelten Amerikanischen Flusskrebse.

 

Pflanzenwelt:

Die Moränenhänge im Westteil des Naturschutzgebietes sind von naturnahem Schattenblumen-Buchenwald bestanden. Der Verlandungssaum des Sees ist bedingt durch Reliefunterschiede verschieden stark ausgeprägt. Der schmale Röhrichtsaum am Westufer ist lückig mit Erlen und Grauweiden bewachsen. Neben Schilf wachsen hier auch verschiedene Seggenarten und im Südwesten des Sees auch das Sumpf-Blutauge. Am Ost- und v.a. Nordostufer ist der Röhrichtsaum deutlich stärker ausgeprägt, wobei hier Schilfröhrichte und Grauweidengebüsche dominieren. Im Bereich einer kleinen Badestelle am Südufer ist zudem ein Kleinröhricht mit Gemeiner Sumpfsimse vorhanden. Erwähnenswert ist zudem das Vorkommen der Rote Liste-Art Gewöhnlicher Wassernabel.