Kniepower See und Katharinensee


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Landkreis:

Vorpommern-Rügen 

 

Größe:

30 ha, davon etwa 13 ha Wasserfläche 

 

Schutzstatus:

Naturschutzgebiet (seit 1990), Teil des Landschaftsschutzgebietes „Südwest-Rügen-Zudar“ 

 

Schutzzweck:

Schutz und Entwicklung des Kniepower Sees mit ausgedehnten Verlandungsbereichen als Lebensraum für eine seltene Unterwasserfauna sowie für Libellen, Amphibien und Brutvögel. Schutz des nährstoffärmeren Katharinensees mit seinem Schwingmoorsaum. 

 

Lage:

Das Gebiet liegt im südlichen Teil der Insel Rügen zwischen den Ortschaften Karnitz und Kniepow und ist Teil der Grundmoränenlandschaft Mittelrügens. 

 

Tierwelt:

Bei der Tierwelt besonders hervorzuheben ist die mit bisher 59 nachgewiesenen Arten sehr artenreiche Molluskenfauna. Der Kniepower See beherbergt ein reiches Vorkommen verschiedener Großmuschelarten (Große und Gemeine Teichmuschel, Große Flußmuschel, Malermuschel). Besonders erwähnenswert ist das Vorkommen der in Deutschland vom Aussterben bedrohten Schnecke Marstoniopsis scholtzi, die im Gebiet das einige bekannte Lebendvorkommen im Norden Vorpommerns aufweist. Das NSG beherbergt zudem verschiedene Schwimmkäfer, darunter Vorkommen des Großen Kolbenwasserkäfers und des Gauklers. Bemerkenswerte Brutvogelarten im Gebiet sind Eisvogel, Zwergtaucher, Graugans und Pirol. 

 

Pflanzenwelt:

 

Der Kniepower See als eutropher Flachsee weist eine ausgedehnte Schwimmblatt-Vegetation mit Weißer Seerose und Großer Teichrose auf. Der See ist von einem Schilfröhricht mit angrenzendem Erlensaum umstanden. Der Südrand des Gewässers weist ein Verlandungsmoor mit Großenseggen-Erlenbruchwald und Rohrkolben-Schilfröhrichten auf. Der Katharinensee ist als mesotroph-saurer Moorsee von einer Schwingmoorkante umgeben, die verschiedene seltene Moorpflanzenarten, darunter die Steifsegge, den Gewöhnlichen Wasserschlauch und den Einfachen Igelkolben, beherbergt. Die Waldbereiche des NSG sind bislang nur zu einem geringen Anteil als naturnah anzusehen. Der überwiegende Teil wird bislang von standortfremden Fichten- und Lärchenforsten geprägt.