Mellenthiner Os


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Landkreis:

Vorpommern-Greifswald

 

Größe:

65 ha

 

Schutzstatus:

Naturschutzgebiet (seit 1995), Teil des EU-Vogelschutzgebietes „Süd-Usedom“ und Teil des Landschaftsschutzgebietes „Insel Usedom mit Festlandgürtel“. Das NSG ist zugleich Bestandteil des 1999 gegründeten Naturparks „Insel Usedom“.

 

Schutzzweck:

Schutz, Erhaltung und Entwicklung einer für Norddeutschland sehr seltenen Ausbildung eines Oses (Wallberg), der ein kleines Kesselmoor einschließt. Bei dem Os handelt es sich hinsichtlich der Größe und Ausprägung um ein für die Insel Usedom einzigartiges erdgeschichtliches Denkmal mit Resten einer slawischen Höhenburg.

 

Lage:

Das Schutzgebiet liegt im Südteil der Insel Usedom südlich des Achterwassers und erstreckt sich in Nordwest-Südost-Richtung zwischen den Ortschaften Mellenthin im Süden und Balm im Norden.

 

Tierwelt:

Zur Fauna des Gebietes liegen nur zur Brutvogelfauna nähere Angaben vor. Demnach brüten in den Wäldern des NSG u.a. Habicht, Rotmilan, Hohltaube, Mittelspecht und Zwergschnäpper. Im Versumpfungsmoor befindet sich zudem ein Brutvorkommen des Kranichs, während im Bereich der ehemaligen Kiesgrube der Neuntöter brütet.

 

Pflanzenwelt:

Der überwiegende Teil des Oszuges wird von Kiefern- und Kiefernmischwäldern eingenommen. Dagegen stockt im Südosten des Gebietes ein edelholzreicher Laubwald mit Bergahorn, Stieleiche und Esche. Auf dem Burgwall im Südwesten des NSG wächst dagegen ein Schattenblumen-Buchenwald mit Schattenblume und Savoyer Habichtskraut in der Krautschicht. Im Zentrum des Gebietes befindet sich ein Versumpfungsmoor, das überwiegend mit Bruchwald aus Erlen und Moorbirken bestanden ist. Auf den wenigen noch vorhandenen Offenflächen finden sich noch verschiedene Arten mesotroph-saurer Moorstandorte wie Gagelstrauch, Sumpf-Blutauge, Schmalblättriges Wollgras und verschiedene Torfmoosarten. Im Bereich einer aufgelassenen Kiesgrube im äußersten Nordwesten wachsen zudem wärmeliebende Staudensäume und Trockenrasen mit Silbergrasfluren.