Nonnensee bei Bergen


Bilder Gebiet

Pflanzen

Tiere

Jahreszeiten


Landkreis:

Vorpommern-Rügen 

 

Größe:

130 ha, davon 75 ha Wasserfläche 

 

Schutzstatus:

Der Nonnensee Bergen war ursprünglich ein Verlandungsmoor mit Restsee, der durch intensive Meliorationsarbeiten in den 1970er Jahren verschwand. Durch Abstellen des Schöpfwerkes 1993 entstand der See neu. Das Gebiet ist Bestandteil des EU-Vogelschutzgebietes „Binnenbodden von Rügen“ und des Landschaftsschutzgebietes „Ostrügen“. Eine Sicherung des Gebietes als Naturschutzgebiet steht aber noch aus. 

 

Schutzzweck:

Durch die Wiedervernässung infolge Beendigung des Schöpfwerkbetriebs entwickelte sich die ehemals entwässerte Moorniederung größtenteils zu einem eutrophen Flachsee. Die umgebenden Grünlandflächen werden zumeist extensiv genutzt. Der See selbst ist vollständig nutzungsfrei, sodass sich die Tier- und Pflanzenwelt ungestört entwickeln kann. 

 

Lage:

Der Nonnensee liegt nordwestlich der Stadt Bergen im zentralen Teil der Insel Rügen. Westlich an den See grenzt die Ortschaft Parchtitz an die Seeniederung. 

 

Tierwelt:

Bereits kurze Zeit nach der Ausdeichung hat sich das Gebiet zu einem überregional bedeutsamen Mauser-, Durchzugs- und Rastgebiet für Wasservögel entwickelt. Vor allem während der Zugzeiten rasten hier zeitweise tausende Enten (v.a. Tafelente, Schnatterente, Pfeifente, Stockente) und Gänse (v.a. Graugans) im Gebiet. In den Sommermonaten wird der Nonnensee von Graugänsen, Höckerschwänen und Schnatterenten als Mauserplatz genutzt. Seit mehreren Jahren nutzen auch kleine Gruppen nordischer Gänse und Singschwäne den See als Schlafplatz. Der Nonnensee ist zugleich Brutplatz für verschiedene Wasservogelarten, darunter Kormoran, Rothals- und Haubentaucher, Graugänse, Höckerschwäne, verschiedene Entenarten sowie Lachmöwen und Flußseeschwalben. 

 

Pflanzenwelt:

 

Auch die Pflanzenwelt des Gebietes ist durch die Wiedervernässung in einem deutlichen Wandel begriffen. Rund um den See haben sich ausgedehnte Bestände von Schilfröhricht und Sumpfsegge-Beständen sowie Grauweiden-Gebüschen entwickelt. Im Bereich des ehemaligen Melkstandes am Ostufer des Sees findet sich eine ausgedehnte Seggenfeuchtwiese mit großen Beständen des Wiesen-Schaumkrautes.