Schmale Heide mit Steinfeldern


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Landkreis:

Vorpommern-Rügen 

 

Größe:

194 ha 

 

Schutzstatus:

Naturschutzgebiet (seit 1935, Erweiterungen 1959 und 1990). Das NSG ist Teil des FFH-Gebietes „Kleiner Jasmunder Bodden mit Halbinseln und Schmaler Heide“ und des Vogelschutzgebietes „Binnenbodden von Rügen“. Das komplette Gebiet ist zudem Bestandteil des Landschaftsschutzgebietes „Ostrügen“. 

 

Schutzzweck:

Erhalt, Pflege und Entwicklung einer Küstenlandschaft mit weitgehend vegetationsfreien Feuerstein-Strandwällen, Dünen sowie Mooren mit Röhrichten, Rieden und Bruchwäldern. 

 

Lage:

Das Schutzgebiet liegt am Nordostrand des Kleinen Jasmunder Boddens wenige Kilometer nordwestlich der Ortschaft Prora und 2 km südwestlich der Ortschaft Neu Mukran. Das Gebiet umfasst neben einem bewaldeten Dünenkomplex im Osten des NSG ein ausgedehntes Strandwallsystem auf 2,5 km Länge und bis zu 300 m Breite, das zu 90% aus Feuersteinen besteht und größtenteils nicht oder nur wenig bewachsen ist. Westlich schließen sich daran mittlerweile größtenteils bewaldete Feuchtheideflächen auf einer vermoorten Seesandebene an. Im Nordwesten des Gebietes liegt die sogenannte Blomer Weide, eine durch Pflegenutzung offengehaltene Moorfläche. 

 

Tierwelt:

Besonders hervorzuheben sind Vorkommen der Glattnatter und der Kreuzotter im Bereich der Feuersteinfelder sowie Brutvorkommen von Waldschnepfe, Schwarzspecht, Heidelerche, Neuntöter und Sperbergrasmücke. 

 

Pflanzenwelt:

 

In den bewaldeten Dünenbereichen im Osten des Gebietes dominieren Schlängelschmielen-Kiefernforste mit spontaner Einwanderung von Birke, Stieleiche, Buche und Hainbuche. Die Feuersteinfelder tragen, den Wällen folgend, Wacholdergebüsche mit Hunds-Rose, Heidekraut und vereinzelt Krähenbeere. Zum Jasmunder Bodden hin wachsen auf den früher offenen Feuchtheideflächen Pfeifengras-Birken-Kieferngehölze mit kleinflächig eingestreuten Seggen- und Schwertlilien-Erlenbruchwäldern. Am Boddenrand existieren zudem Brackwasserröhrichte, Schneiden- und Kalkbinsenriede sowie ausgedehnte Pfeifengraswiesen. Kleinflächig sind noch Vorkommen verschiedener Orchideen (Fleischfarbenes und Breitblättriges Knabenkraut, Sumpf-Glanzkraut) sowie von Sumpf-Läusekraut und Natternzunge anzutreffen, die auf eine dauerhafte Offenhaltung mesotroph-basenreicher Moorstandorte angewiesen sind.