Spyckerscher See und Mittelsee


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Landkreis:

Vorpommern-Rügen 

 

Größe:

354 ha, davon 177 ha Wasserfläche 

 

Schutzstatus:

Naturschutzgebiet (seit 1990, Gebietserweiterung im Jahr 1994), Teil des FFH-Gebietes „Nordrügensche Boddenlandschaft“, Wasserflächen und Röhrichtzonen sind Teil des EU-Vogelschutzgebietes „Binnenbodden von Rügen“. Das komplette Gebiet ist zudem Bestandteil des Landschaftsschutzgebietes „Ostrügen“. 

 

Schutzzweck:

Erhalt und Entwicklung eines Ausschnittes der Nordrügenschen Boddenlandschaft. 

 

Lage:

Das Schutzgebiet liegt im Nordwesten der Halbinsel Jasmund im Norden der Insel Rügen und umfasst die Wasserflächen und angrenzende Landflächen des Mittelsees und des Spyckerschen Sees sowie einen kleinen Teil des im Süden angrenzenden Großen Jasmunder Boddens. Nächstgelegene Ortschaften sind Glowe im Nordwesten, Spycker und Bobbin im Südosten sowie Polchow im Süden. 

 

Tierwelt:

Das Gebiet weist aufgrund der Habitatvielfalt eine reichhaltige Brutvogelfauna auf, darunter brütende Wasservögel (u.a. Graugans, Höckerschwan, Enten), Greifvögeln (u.a. Seeadler, Rotmilan und Rohrweihe), verschiedenen Rohrsänger- und Grasmückenarten, Neuntöter, Sprosser und Pirol. Die Flachwasserbereiche des Mittelsees und die Randbereiche des Boddens sind Anziehungspunkt für zahlreiche durchziehende und rastende Wasservögel, darunter verschiedene Gänsearten, Höcker- und Singschwan sowie tausende Enten (v.a. Stock-, Pfeif- und Reiherenten). Tausende Kraniche, Gänse und Schwäne nutzen das Gebiet zeitweise als Schlafplatz. Die beiden Seen sind zudem wichtige Laichgewässer für verschiedene Fischarten. Im NSG sind auch verschiedene Amphibien- und Reptilienarten heimisch, darunter Moorfrosch, Rotbauchunke und Kreuzotter. 

 

Pflanzenwelt:

 

Auch hinsichtlich der Pflanzenwelt ist durch die Biotopvielfalt ein großer Artenreichtum vorhanden. In den Brackwasserröhrichten finden sich Echte Engelwurz und Strand-Aster, während auf den Strandwiesen verschiedene seltene Arten wie Strand-Tausendgüldenkraut, Strand-Dreizack und Sumpf-Dreizack sowie Sumpf-Läusekraut wachsen. Große Teile im Norden und Westen des Gebietes sind mittlerweile mit verschiedenen Gebüschen (u.a. Sanddorn, Weißdorn und Wildobstarten) sowie Pappel- und Fichtenforsten bestanden.