Tetzitzer See mit Halbinsel Liddow und Banzelvitzer Berge


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Jahreszeiten


Landkreis:

Vorpommern-Rügen

 

Größe:

1089 ha, davon 747 ha Wasserfläche

 

Schutzstatus:

Naturschutzgebiet (seit 1990, Gebietserweiterung im Jahr 1994), Teil des FFH-Gebietes „Nordrügensche Boddenlandschaft“, Tetzitzer See und Halbinsel Liddow sind Teil des EU-Vogelschutzgebietes „Binnenbodden von Rügen“. Halbinsel Liddow und Banzelvitzer Berge sind zudem Bestandteil des Landschaftsschutzgebietes „Ostrügen“.

 

Schutzzweck:

Erhalt und Pflege eines Ausschnitts einer Boddenlandschaft mit Flachwasserbereichen, Brackwasserröhrichten, Salzweiden, Halbtrocken- und Magerrasen sowie Laubwäldern. Schutz eines Rast- und Schlafplatzes für Kraniche, Gänse und Enten.

 

Lage:

Das Schutzgebiet liegt im Norden Zentralrügens am Westufer des Großen Jasmunder Boddens. Der 568 ha große Tetzitzer See ist Teil der Nordrügenschen Boddenkette. Nächstgelegene Ortschaften sind Liddow und Laase im Norden sowie Tribbevitz, Tetzitz und Groß Banzelvitz im Süden.

 

Tierwelt:

Das Gebiet weist aufgrund der Habitatvielfalt eine reichhaltige Brutvogelfauna auf, darunter brütende Wasservögel (u.a. Graugans, Höckerschwan, Enten), Greifvögeln (u.a. Seeadler, Rotmilan und Rohrweihe), verschiedenen Rohrsänger- und Grasmückenarten, Neuntöter, Sprosser und Pirol. An der Steilküste am Großen Jasmunder Bodden nördlich Groß Banzelvitz brüten Uferschwalben. Der Tetzitzer See ist Rast- und Schlafplatz für tausende Graugänse und nordischen Gänsen sowie hunderte Kraniche. Der See ist zudem in den Wintermonaten zeitweise Ruheplatz für tausende Reiher- und Tafelenten.

 

Pflanzenwelt:

Auch hinsichtlich der Pflanzenwelt ist durch die Biotopvielfalt ein großer Artenreichtum vorhanden. Der Großteil der Uferzonen des Tetzitzer Sees und um die Halbinsel Liddow sind von ausgedehnten Brackwasserröhrichten aus Schilf, Strandsimse und Strand-Aster bestanden. Im Südteil des Tetzitzer Sees, bei Laase und im Bereich des Kuschwitzer Hakens finden sich größere Salzwiesenkomplexe. Auf höher gelegenen Bereichen des Kuschwitzer Hakens und in den Banzelvitzer Bergen finden sich Sandtrocken- und Magerrasen unter anderem mit Grasnelke, Sand-Segge, Wiesen-Flockenblume sowie Flaumhafer. Der Wald auf der Halbinsel Liddow ein alter, naturnaher Perlgras-Eichen-Buchenwald, während die relativ jungen Waldbestände in den Banzelvitzer Bergen von Kiefern und Stieleichen dominiert werden. Das weitgehend inaktive Kliff am Großen Jasmunder Bodden wird von einem Laubholz-dominierten Hangwald bestanden. Als Rarität kommt hier die wärmeliebende Elsbeere vor.