Vogelhaken Glewitz


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Landkreis:

Vorpommern-Rügen 

 

Größe:

89 ha, davon knapp 65 ha Wasserfläche 

 

Schutzstatus:

Naturschutzgebiet (seit 1984), Teil des FFH-Gebietes „Greifswalder Bodden, Teile des Strelasundes und Nordspitze Usedom“, Teil des EU-Vogelschutzgebietes „Greifswalder Bodden und südlicher Strelasund“, die Landflächen sind zudem Teil des Landschaftsschutzgebietes „Südwest-Rügen-Zudar“. 

 

Schutzzweck:

Schutz und Erhalt eines Küstenvogel-Brutgebietes am Strelasund. 

 

Lage:

Das Schutzgebiet liegt im Süden der Insel Rügen etwa 1,5 km nordwestlich der Glewitzer Fähre auf der Halbinsel Zudar. Das NSG umfasst als Landflächen den sogenannten Glewitzer Sporn, der die Glewitzer Wiek im Norden vom Strelasund im Süden trennt, wobei umliegende Wasserflächen beider Gewässer Bestandteil des NSG sind. Im Westen der Halbinsel befindet sich noch ein aktives Kliff, dessen Abtragungsmaterial sich unter anderem an einem im Nordteil des NSG befindlichen Nehrungshaken ablagert. 

 

Tierwelt:

Von besonderer Bedeutung ist der Vogelhaken als Brutgebiet für verschiedene gefährdete Küstenvogelarten, darunter Austernfischer, Sandregenpfeifer, Säbelschnäbler, Rotschenkel, Mittel- und Gänsesäger sowie Brandgans. Die Flachwasserbereiche, der Sandhaken sowie die Salzwiesen sind zudem ein bedeutsames Durchzugs- und Rastgebiet für zahlreiche Wasser- und Watvögel, darunter große Anzahlen Graugänse, Pfeifenten, Großmöwen sowie verschiedene Seeschwalben-Arten. Zeitweise wird das NSG als Schlafplatz von Gänsen und Kranichen genutzt. 

 

Pflanzenwelt:

 

An den Sandstränden des Vogelhaken finden sich artenreiche Spülsäume mit Spieß- und Strandmelde. In regelmäßig überfluteten Bereichen finden sich gut ausgeprägte oligohaline Salzwiesen u.a. mit Salz-Binse, Meer-Stranddreizack, Strand-Milchkraut, Strand-Wegerich, Salz-Hornklee und Erdbeer-Klee. In trockenen Sommern kommt es zur Ausbildung kleiner Salzpfannen, in denen Queller, Salz-Schuppenmiere und Gemeiner Salzschwaden wachsen. Die Strandwälle im Norden und Süden des Vogelhakens sind von Sandmagerrasen mit Rot-Schwingel, Rot-Straußgras, Gemeinem Ruchgras und Gemeiner Grasnelke bestanden. Im Westteil des NSG befindet sich zudem ein Pappelgehölz, während im Osten zahlreiche Weißdorn-Gebüsche zu finden sind.